rate mal, wer geburtstag hat!
im jahre 2003 kann jemand einen runden geburtstag feiern. es ist jemand, den wir alle
schätzen und mit dem wir alle ein stück des weges gemeinsam gegangen sind und
dies auch noch tun. das geburtstagskind (wobei diese bezeichnung in anbetracht des alters
vielleicht nicht ganz angebracht ist) sind die kreuzfahrer. sie, wir, werden 50 jahre alt!
das ist ein stolzes alter für einen verein wie uns, vor allem wenn man bedenkt,
wie schnelllebig unsere heutige zeit doch ist. anlass genug, einen kurzen blick zurück
zu werfen und einige stationen auf dem weg der kreuzfahrer zu beleuchten:
richtig angefangen hat alles 1953, als sich die kreuzfahrer selbstständig machten,
weil man im wiesbadener cvjm mit leuten, die ständig irgendwelche fahrten, lager,
geländespiele und ähnliches wildes zeug veranstalteten nicht so recht etwas
anzufangen wusste. einen unterschlupf fanden die gruppen unter der leitung von godwin graf
in der krypta der friedenskirche, fahrten, lager und andere aktivitäten folgen und
schon bald haben die kreuzfahrer über 100 mitglieder. bald schon wechselten die
kreuzfahrer in ein festes quartier in der lutherkirche.
1961 wagen die kreuzfahrer den schritt und lassen sich als ordentlicher verein eintragen,
die mitgliedzahl steigt weiter an. 1965 ziehen die kreuzfahrer schließlich mit einigen
horten in die gerade erst fertig gestellte matthäuskirche um, wo wir bis heute zu
finden sind. ein jahr später gelingt es, einen alten steinbruch im taunus zu pachten
und es beginnt der aufbau eines eigenen freizeitgeländes für die kreuzfahrer.
während dieser zeit unternehmen die kreuzfahrer viele aktivitäten und immer
mal wieder den anlauf, neben der bündischen arbeit auch offene jugendarbeit
anzubieten, was jedoch bereits nach kurzer zeit scheitert.
1972 gibt es eine entscheidende veränderung: die erste mädchengruppe bei den
kreuzfahrern, nachdem mehrere mädchen es leid waren, von ihren brüdern stets
zuhause gelassen zu werden, wenn es auf fahrt oder lager ging. die 70er jahre bescherten
den kreuzfahrern dann auch ihre höchsten mitgliederzahlen, teilweise mehr als 200.
leider geht es danach bergab: die arbeit wird immer offener und unverbindlicher, die zahl
der mitglieder sinkt rapide.
1984 sind nur noch gut 20 leute übriggeblieben, doch diese bilden die grundlage
für die wiederbelebung der kreuzfahrer: man trägt wieder kluft, geht auf fahrt,
statt auf lager in festen häusern und im sommer gibt es sogar eine großfahrt
nach schweden.
nach den sommerferien 1985 entstehen an der matthäuskirche und der auferstehungsgemeinde
in schierstein neue mädchen- und jungenhorten, fahrten und lager werden wieder
regelmäßig gemacht, großfahrten in den osterferien oder sommerferien sind
prägende erlebnisse. wir entwickeln - wenn auch mit einigen schwierigkeiten - unseren
eigenen stil, unsere eigene kombination von christlich und bündisch. altes, wie die
halstücher und fahrtenhemden, verändert sich zu juja und kordel, anderes wird
behutsam modernisiert, wie etwa das kreuzfahrerversprechen, aber eines bleibt: wir
kreuzfahrer wollen christliche jungenschaft sein, auf fahrt gehen und gottes welt erleben
unter dem zeichen des kreuzes
soweit der kurze rückblick. am 27. april 2003 wollen wir unseren 50. geburtstag feiern
und zwar mit einem festgottesdienst in der matthäuskirche mit anschließendem
gemütlichen beisammensein, sowie einem großen lager in hohenstein, dazu seid
ihr/sind sie bereits jetzt herzlich eingeladen.
carsten