labyrinth
labyrinth – weg ins innere
schon seit jeher üben labyrinthe eine eigenartige faszination aus. sie finden sich in fast allen kulturen der menschheit. ein labyrinth ist kein irrgarten. es gibt keine abzweigungen, die im nichts enden, sondern immer nur den einen weg, der in windungen und scheinba-ren umwegen zur mitte führt – und auch wieder hinaus. das einzige, was ich tun muss ist, dem weg unbeirrt zu folgen, auch wenn es mir manchmal so vorkommt, als führe er mich nicht vorwärts, sondern an der nase herum. labyrinthe können sinnbild sein für den eigenen lebensweg. auch ich gehe meinen weg nicht schnurge-rade, sondern in vielen windungen, vor und zurück, doch immer der mitte entgegen. ich darf nur nicht stehen bleiben, denn das würde mich nie zum ziel führen.
Während der „nacht der kirchen“ im september besuchte ich die jugendkirche „kana“ und konnte dort dem zauber des labyrinths nachspüren. bevor ich das labyrinth betrat, zog ich einen zettel. auf diesem standen „fragen für einen labyrinthgang“. ich möchte die überschrift abändern in: „fragen für den lebensweg“. es lohnt sich, sie öfter einmal zu stellen und über sie nachzudenken:
- was ist mir wirklich wichtig
- was will ich erreichen
- was will ich tun
- was ist mein nächstes ziel
- wohin will ich gelangen
- mit wem will ich gehen
- was kann ich getrost loslassen
- wen lasse ich in frieden ziehen
- was brauche ich nicht mehr
- auf wen höre ich
- wem kann ich vertrauen
- wofür möchte ich danken
- wen möchte ich segnen
raani