das milleniums-lager: ein bischen von allem

»wenn schon letztes jahr das winterlager ausfiel, so sollte das dieses jahr nicht wieder geschehen!!!» - dieser gedanke war grundlage und motivation zugleich, ein winterlager zum jahrtausendwechsel zu veranstalten, und tatsächlich: es fanden sich einige, die über sylvester das neue jahrtausend in (mehr oder weniger) kreuzfahrermanier begrüßen wollten!

daniel, felix, hartmut, ingo, jost, und ich (auch jost) planten also, vom 28.12.99 - 03.01.2000 das lager zu verastalten. leider ging irgendwas schief (macht aber nichts...) und so verlegten wir selbiges lager nach born und verkürzten es vom 29.12. - 01.01.2000 um drei tage!

trotz dieser anfänglichen schwierigkeiten fanden wir uns schließlich in verkleinerter gruppe am 29.12. in born ein (daniel war erkrankt)! endlich konnte es losgehen!!! beim einrichten der hütte mußten wir fetstellen, daß die hütte in born in letzter zeit sehr gelitten hatte. so konnten wir den gasherd nicht benutzen (welch glück, das wir den kreufahrer-herd dabei hatten), die eingangstür sorgte mit ihrem handgroßen spalt am rahmen für dauernde frischluftzufuhr, die fensterdichtungen taten ebenfalls ihr bestes, um kälte zu verbreiten und auch sonst klebte der boden noch von unseren vorgängern!! trotzdem gelang es uns, die hütte mit fellen und viel holz für den ofen gemütlich und warm zu machen. das üppige mittagsmahl konnte dann zu guter letzt auch noch die stimmung wieder heben, so daß wir bald zufrieden auf unseren fellen lagen. ein verdauungsspaziergang am abend (dabei beim pizza-ausfahren dabeigewesen; mit 130 km/h durch’s aartal...) und der erste tag war schließlich vorbei.

den morgen des 30.ten begannen wir mit sorgenvollen spekulationen, was wir zu sylvester essen sollten (geplant war nämlich pizza, gebacken im defekten backofen!) und ob der wasservorrat reicht. das ergebniss war erschütternd: nein, das wasser reicht nicht, für sylvester haben wir nichts mehr da. dafür machten wir dann kleinholz und ließen es ansonsten einfach in der hütte gut gehen... am abend machten sich felix und ingo auf, um hartmut vom busbahnhof abzuholen. hartmut war zwischendurch nämlich eben mal nach viellingen-schwellingen (am bodensee) gefahren, um dort bei unseren freunden (...) wache zu schieben... während jost b. und ich uns die zeit mit diversen spielen und essen vertrieben, trudelten die drei schon gegen halb eins nachts ein!

holz, holz und nochmals holz! das war der vormittag des 31. ten: wir machten holz, bis es so manch einem tierisch auf die nerven ging! dafür hatten wir dann aber genügend holz für die hütte und das sylvester-feuer! gegen nachmittag begannen wir mit den abendvorbereitungen: dabei geriet der tschai ein wenig außer kontrolle, der nämlich auf keinem fall ein "kinder-tschai" werden sollte- er sorgte dann auch für die »grundlage guter stimmung»!

mit vollgestopfen bäuchen begrüßten wir das neue jahrtausend schließlich am sylvester-feuer und betrachteten rundrum die pracht an feuerwerken, die die dörfer so boten: ungeschlagener sieger war hierbei born selber, wo ein einsamer feuerwerker am längsten raketen verschoß. richtung limburg war man sehr nachlässig: nur eine halbe stunde feuerwerk.

irgendwie vergingen die stunden wie im flug, als uns gegen halb drei daniel besuchte und uns mysteriöse handy-mails weiterhin wach hielten...

das neue jahrtausend bescherte uns eigentlich nur aufräum arbeiten, die rechtzeitig zur abholuhrzeit beendet waren! nennenswert ist eigentlich nur die reinigung des klos: ich kann sagen, das plumpsklo duftet von mal zu mal besser...

aber ich war sehr zu frieden mit dem lager. für mich ist der syvester-abend immer noch am besten, wenn er draußen im wald stattfindet!

jost