winterlager vom 02. - 06. januar 2003

vom 02. bis 05. januar fand mal wieder nach längerer zeit ein winterlager in born statt. christine und ich kamen erst am freitag abend nach. christian, dani, kathrin, und timm spielten gerade eine runde "el grande". die hütte war gut durchgeheizt. der ofen leistete offenbar bessere dienste, als der äußere zustand vermuten ließ. die borner hütte ist ein idealer ort für personen, die im winter eine spartanische unterkunft suchen, aber nicht so stark motiviert sind, die unannehmlichkeiten eines jurtenlagers zu ertragen. es gibt in den räumlichkeiten neben dem funktionalem ofen - um diesen mal etwas positiver zu beschreiben - und den bänken, die an den außenwänden montiert nur noch eine alte tür, die anscheinend in absehbarer zeit die beschädigte eingangstür ersetzen soll. mit hilfe einiger holzscheite wurde diese zum tisch umfunktioniert. der nebenraum, in dem früher mal einige küchenmöbel standen, ist mittlerweile ganz leer. dieser ist nun prädestiniert als vorrats - und lagerraum. die nachte in born verbrachten wir mit einer spielrunde und einem wanderung und natürlich mit essen.

am samstag stand ein ausflug ins schwimmbad auf dem plan. nachdem wir erfahren haben, dass das nächste hallenbad in wiesbaden (!) ist, haben wir es vorgezogen den etwas weiteren weg nach idstein zu nehmen. im städtischen bad angekommen versuchte christian vergebens mit seinem seit vier tage abgelaufenen schülerausweis einen nachlass zu erhalten. die hochsympathische kassiererin blieb hart. in der schwimmhalle angekommen wurde dani aufgefordert ihre haare aus "hygienischen gründen" zu einem zopf zusammen zu binden. badehaubenpflicht bestand aber nicht. irgendwie haben die kreuzfahrer ein talent dafür, unangenehm aufzufallen: "bitte keinen absichtlichen lärm machen" ermahnte uns die dame in weiß, nachdem wir uns eine schlacht mit diversen schwimmhilfen lieferten. es hat einfach spaß gemacht.

wieder in born bereiteten wir uns wieder auf einen gemütlichen abend vor. erst mal war kaffee- und teetrinken angesagt. danach haben wir bis zum abendessen gesungen. das lustigste war das nachtprogramm mit dem pantomime-spiel, das unter dem motto "kinofilme" stand. die stummen mimen mühten sich mit der gekonnten darstellung von begriffen wie "das schweigen der lämmer" oder "das seltsame verhalten geschlechtsreifer großstädter zur paarungszeit" ab. um halb drei machten wir uns in die schlafsäcke.

der sonntag stand im zeichen des aufbruchs. gegen 14 uhr waren wir abfahrtsbereit. timm bemühte sich vergebens den motor zu starten. es waren zwar nur wenige minusgerade, aber die vehemente gegenwehr des motor auf touren zu kommen führte schließlich zu der erkenntnis, dass auch ein auspuff zufrieren kann - zu mindestens dann, wenn das auto bergab geparkt wird und sich das kondenswasser an der tiefsten stelle sammeln kann. mit einer fackel gelang es schließlich den eispfropfen im auspuffrohr soweit abzutauen, dass sich der motor starten ließ. die seltsamen blicke der autofahrer die vorbeifuhren, als timm mit der fackel unter dem auto hantierte, ließen mich phantasieren, wie eine alarmierte polizeistreife versucht, einen vermeintlichen versicherungsbetrug zu vereiteln. keine polizei, kein abgebranntes auto, alles o.k. nach einem herzliche abschied machten wir uns auf die heimfahrt von diesem wirklich gemütlichem und gelungenem winterlager.

jensen | jensen@cj-kreuzfahrer.de

timm heizt ein christian beim gitarrespielen tische rücken
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