vom 02. bis 05. januar fand mal wieder nach längerer zeit ein winterlager in born
statt. christine und ich kamen erst am freitag abend nach. christian, dani, kathrin,
und timm spielten gerade eine runde "el grande". die hütte war gut durchgeheizt.
der ofen leistete offenbar bessere dienste, als der äußere zustand vermuten
ließ. die borner hütte ist ein idealer ort für personen, die im winter
eine spartanische unterkunft suchen, aber nicht so stark motiviert sind, die
unannehmlichkeiten eines jurtenlagers zu ertragen. es gibt in den räumlichkeiten
neben dem funktionalem ofen - um diesen mal etwas positiver zu beschreiben - und den
bänken, die an den außenwänden montiert nur noch eine alte tür,
die anscheinend in absehbarer zeit die beschädigte eingangstür ersetzen soll.
mit hilfe einiger holzscheite wurde diese zum tisch umfunktioniert. der nebenraum,
in dem früher mal einige küchenmöbel standen, ist mittlerweile ganz leer.
dieser ist nun prädestiniert als vorrats - und lagerraum. die nachte in born
verbrachten wir mit einer spielrunde und einem wanderung und natürlich mit essen.
am samstag stand ein ausflug ins schwimmbad auf dem plan. nachdem wir erfahren haben,
dass das nächste hallenbad in wiesbaden (!) ist, haben wir es vorgezogen den etwas
weiteren weg nach idstein zu nehmen. im städtischen bad angekommen versuchte
christian vergebens mit seinem seit vier tage abgelaufenen schülerausweis
einen nachlass zu erhalten. die hochsympathische kassiererin blieb hart. in der
schwimmhalle angekommen wurde dani aufgefordert ihre haare aus "hygienischen gründen"
zu einem zopf zusammen zu binden. badehaubenpflicht bestand aber nicht. irgendwie
haben die kreuzfahrer ein talent dafür, unangenehm aufzufallen: "bitte keinen
absichtlichen lärm machen" ermahnte uns die dame in weiß, nachdem wir uns
eine schlacht mit diversen schwimmhilfen lieferten. es hat einfach spaß gemacht.
wieder in born bereiteten wir uns wieder auf einen gemütlichen abend vor. erst mal
war kaffee- und teetrinken angesagt. danach haben wir bis zum abendessen gesungen. das
lustigste war das nachtprogramm mit dem pantomime-spiel, das unter dem motto "kinofilme"
stand. die stummen mimen mühten sich mit der gekonnten darstellung von begriffen
wie "das schweigen der lämmer" oder "das seltsame verhalten geschlechtsreifer
großstädter zur paarungszeit" ab. um halb drei machten wir uns in die
schlafsäcke.
der sonntag stand im zeichen des aufbruchs. gegen 14 uhr waren wir abfahrtsbereit.
timm bemühte sich vergebens den motor zu starten. es waren zwar nur wenige
minusgerade, aber die vehemente gegenwehr des motor auf touren zu kommen führte
schließlich zu der erkenntnis, dass auch ein auspuff zufrieren kann - zu mindestens
dann, wenn das auto bergab geparkt wird und sich das kondenswasser an der tiefsten
stelle sammeln kann. mit einer fackel gelang es schließlich den eispfropfen im
auspuffrohr soweit abzutauen, dass sich der motor starten ließ. die seltsamen
blicke der autofahrer die vorbeifuhren, als timm mit der fackel unter dem auto hantierte,
ließen mich phantasieren, wie eine alarmierte polizeistreife versucht, einen
vermeintlichen versicherungsbetrug zu vereiteln. keine polizei, kein abgebranntes auto,
alles o.k. nach einem herzliche abschied machten wir uns auf die heimfahrt von diesem
wirklich gemütlichem und gelungenem winterlager.
jensen |
jensen@cj-kreuzfahrer.de
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |